Birgit Kelle: "Was kommt, wenn Familie geht?"

by: katholisch1tv

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frau keller sie haben mal gesagt die sorgen und nöte eines allein erziehenden vater sind mir näher als das lebensmodell einer kinderlosen karrierefrau ich hoffe ich habe sie richtig zitiert fühlen sie sich als so eine art anwältin für familien könnte man schon so sagen ich hab zwar mich nie selber in der rolle gesehen wenn aber in diese rolle offensichtlich reingerutscht weil ich einfach angefangen habe die stimme zu erheben für frauen und kinder und familie vor allen dingen und weil ich festgestellt habe es gibt überhaupt keine lobby für uns also die mütter sind die vergessenen frauen der feministischen bewegung wir sind immer noch störfaktor im system und dementsprechend muss irgendjemand mal anfangen politik für uns zu machen und ich finde wir müssen anfangen zu unterscheiden nicht mehr so sehr zwischen männern und frauen sondern mehr zwischen menschen mit kindern und menschen ohne kinder weil dort sind die gräben viel tiefer zwischen denn auch ein vater der kinder großzieht hat die gleichen probleme wie eine mutter die kinder großzieht und dementsprechend sind die interessen einer frau die karriere macht und keine kinder hat die hat ganz andere interessen als ich mit kind und deswegen sage ich alle die selber auch kinder großziehen sind mit viel näher als diejenigen die keine kinder groß ziehen aber eine organisierte betreuung ist doch eine grosse hilfe gerade für frauen sie sind nicht nur anhängsel des mannes sondern sie sind dann auch finanziell selbstständig wollen sie das nicht wollen sie das abschaffen die frage ist was wollen denn eigentlich eltern also ich kenne keine eltern die kinder bekommen haben nur damit sie anschließend die kinder irgendwo in eine institution geben sondern die eltern die ich kenne und es ist eine große masse die möchte gerne selber ihre kinder erziehen und möchte aber dafür auch eine finanzielle basis haben wenn wir anfangen zu sagen es ist nur noch erstrebenswert berufstätig zu sein und wir müssen alles tun nur damit die kinder irgendwie betreut sind ist das für mich eine blanke horror vorstellung und ich glaube auch dass das für kinder also die interessen der kinder hätten völlig außen vor gelassen weil wir so tun als wäre das für kinder ganz großartig dass sie den ganzen tag unter fremden verbringen insofern denke ich es ist richtig dass der staat hilft jungen eltern ihre kinder zu erziehen aber wie die eltern das bewerkstelligen ob sie selber machen oder ob sie sagen wir wollen eine staatliche betreuung in anspruch nehmen das ist entscheidung der eltern müssen aber beide optionen finanziell möglich machen für die betreuung gibt der staat eine ganze menge geld aus auch für die betreuung zu hause man nennt es so gern mal flapsig herdprämie glauben sie dass das ein angriff ist besonders auf frauen ich finde es ehrlich gesagt eine ziemliche beleidigung hier von einer herdprämie zu sprechen weil es erstens mal nicht nicht den die realität trifft also eine eltern die zu hause sind stehen nicht den ganzen tag am herd und zweitens ist es so dass es mich verwundert dass sie jede erziehung in deutschland für wertvoll betrachtet wird außer sie passiert an den eigenen kindern ich hab ja ich hab mal eine weile zwischen neben einer mutter gewohnt die auch vier kinder hatte hätten wir uns gegenseitig als tagesmütter angestellt und ich ihre vier kinder großgezogen und sie meine dann wären wir plötzlich anerkannte mitglieder dieser gesellschaft gewesen und steuerpflichtig und wir hätten in die sozialkassen eingezahlt und alle hätten gesagt ja du machst einen ganz wertvollen job wir hätten aber nichts anderes getan als vorher auch nämlich vier kinder groß ziehen nur nicht unsere eigenen das heißt wir sehen ein dass erziehung wichtig ist und dass frühkindliche bildung wichtig ist aber sobald eine mutter anfängt ihr eigenes kind großzuziehen schlagen alle die hände über dem kopf zusammen und das ist etwas was ich nicht akzeptieren kann die eltern sind immer noch die diejenigen die für die erziehung als erste zuständig sind und sie haben vor allen dingen einen standortvorteil den der staat niemals bieten kann nämlich sie lieben ihr kind der staat kann keine kinder lieben und kinder brauchen vor allen dingen jemand jahren sie glaubt jemand der sie liebt und dann können kinder auch lernen wenn sie eine sichere bindung haben zu ihren eltern dann kann man sie raus schicken aber dass wir einfach nur kinder raus ziehen aus den familien und sagen die werden jetzt irgendwo betreut finde ich ein skandal und finde ich eine horrorvorstellung man merkt es so richtig sie reden sich in wut das magazin cicero hat sie mal als wut mutter beschrieben werden sie wütend bei diesem thema ja vielleicht wird sie einmal auch zeit dass wir wütend werden mich macht das in der tat wütend dass wir ständig schlecht über mütter reden und damit schlecht über frauen reden und nicht einmal frauen springen uns zur seite die ganze feministische bewegung zieht sogar vorne mit mit an vorderster front wenn es gegen die mutter geht es sind andere frauen die mich beleidigen auch als heimchen am herd oder als latte macchiato mütter so als würde ich einfach kaffee trinken zu hause den ganzen tag und wir leisten einen großen beitrag für die gesellschaft später nimmt gerne die gesellschaft meine vier kinder wenn ich sie wunderbar großgezogen habe und sie später steuerzahler werden und ordentlich arbeiten dann nehmen alle gerne meine kinder damit sie auch später die rente von vor allem den kinderlosen leuten bezahlen aber niemand will honorieren das was ich tue das was ich leiste und ich finde es wird wirklich zeit dass wir als eltern endlich auf die barrikaden gehen was schlagen sie also vor was sollte man tun also barrikaden gehen es ist ja so ein bisschen generalistisch gemeint also was schlagen sie vor ich schlage vor dass wir die elterliche erziehung genauso anerkennen wie jede erziehung an die anderswo passiert auch es ist einfach an der zeit das wir realisieren dass wir uns vor allen dingen nicht leisten können dass eltern nicht mehr erziehen wir sehen doch das genau dort immer die probleme entstehen wir beklagen dass eltern immer erziehungs unfähiger werden angeblich das heißt wir beklagen wenn elterliche erziehung nicht mehr stattfindet wir fördern aber nicht dass eltern erziehen das ist ein paradoxon und ich denke eine gesellschaft wo eltern sich nicht mehr um ihre kinder kümmern da entstehen so viele neue probleme dass wir vielleicht jetzt mal langsam wieder einen schritt zurücktreten müssen einmal durchatmen und zuschauen vor allen dingen auch was brauchen unsere kinder und dann werden wir feststellen sie brauchen vor allen dingen eine stabile familie und dann anfangen das endlich zu fördern anstatt immer ersatz institutionen zu fördern denn alles was wir tun derzeit sei es krippe sei es ganztagsschulen sei es subventioniertes mittagessen es ist immer ein ersatz für familiäre strukturen und ich möchte gerne dass wir



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Die Publizistin und vierfache Mutter empört sich darüber, dass jungen Frauen heutzutage ein Lebensmodell übergestülpt wird, statt ihnen echte Wahlfreiheit zu lassen. Als Mutter, die zu Hause geblieben ist, um ihre kleinen Kinder selbst zu erziehen, statt sie in eine Kinderkrippe zu geben, habe sie vor allem von anderen Frauen viel Kritik und Widerstand erfahren. Birgit Kelle plädiert dafür, Familienpolitik wieder für Familien zu machen, und Eltern nicht als Spielball der Wirtschaft zu missbrauchen. Denn, „was kommt," so fragt sie, „wenn die Familie geht?". Wir haben bei Birgit Kelle nachgefragt, was sie denn anders machen würde.
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