"Staubbedeckt" | CREEPYPASTA Deutsch / German

by: Halverson [ German Creepypastas ]

Download this transcript

Transcript:

[2.6]
die autobahn war bis auf ein paar wenige fahrzeuge absolut leer johannis hörte keine musik beim fahren er genoss das gleichmäßige rauschen und dröhnen von den reifen auf dem boden und den wind der um die karosserie zog bis auf ein paar roten rücklichter das leuchten nur display im armaturenbrett und den asphalt den sein scheinwerfer beleuchtet da er nichts er hatte sich für sein vorhaben extra eine dunkle bewegte nacht ausgesucht nach einigen kilometern die er wie in trance über die autobahn gerauscht war sah er dass raststätten schild seine vorfreude stieg sofort noch viel höher als sie ohnehin schon war als die schilder ihm sagten nur noch 500 meter nur noch 200 meter nur noch 100 meter schaltete er seinen rechten blinker ein und fuhr von der autobahn ab die raststätte wirkte einsam bis auf ein kleines klo haus umgeben von dutzenden freien parkplätzen einigen picknick bänken und mülltonnen gab es nichts was darauf hinwies dass hier überhaupt eine raststätte war johannes packte sein opel corsa trotzdem pflichtbewusst in einer der parklücken jetzt in irgendeiner art und weise aufmerksamkeit zu erregen wäre doch sehr unangenehm für sein vorhaben er stieg aus dem wagen öffnete sein kofferraum und holte einen rucksack raus in dem er alles mögliche hineingepackt hatte eine flasche wasser ein sandwich regenschirm taschenlampe notdürftiges erste hilfe zeug und ein ersatzakku für sein handy falls doch etwas schief gehen sollte im hintergrund hörte er hin und wieder ein auto vorbei rauschen menschen die es spät in die nacht arbeiten mussten doch dort wollte johannes nicht hin johannes ging in die entgegengesetzte richtung weg von der autobahn weg von der raststätte hinein in einen dicht bevölkerten laubwald in der einen hand hielt er seine taschenlampe mit der er die wurzeln und äste vor ihm erkennen konnte und in der anderen sein smartphone auf das er sich eine karte der umgebung geladen hatte die tiefer johannes in den wald hinein gingen desto angespannter und auch gespannter wurde er einmal knickte er mit dem fuß um und riss sich an einem busch den linken knöchel auf doch solche schmerzen waren für ihn mittlerweile normal geworden in ihm war zwar diese anspannung diese vorfreude vielleicht auch ein wenig angst doch weitaus weniger als beim ersten mal johannes fand dass er ein komplizierter mensch wahr er hatte sich in einer kleinen stadt eine wohnung angemietet und hatte einen job als bankkaufmann den er auch souverän bewältigte doch alle paar wochen wollte ihm das einfach alles zuviel er musste weg weg in die natur alleine sein seine innere ruhe finden und da er ja pflichten zu erfüllen hatte blieb ihm nichts anderes übrig als diese ruhe in den nächten zu finden dann war ja immer durch die wälder gewandert und war erst am morgen grauen glücklich und ausgeglichen wieder nach hause zurückgekehrt irgendwann er wusste nicht ob es zufall oder schicksal war fand er auf einer seiner wandertouren ein verlassenes altes haus eine intakte ruine vergessen von allen die einst davon wussten dieses haus zu erkunden gab ihm mehr als eine innere ruhe es gab ihm einen kick einen adrenalinstoß ein gefühl von dem er mehr haben wollte und so kam es dass er anfing auf google maps nach alten häusern in versteckten wäldern zu suchen und diese methode funktionierte gut alle zwei bis drei wochen war johannes unterwegs wie heute und auch heute entdeckte er nach etwa einer stunde die alleine durch den wald gegangen war eine alte häuser ruine es war ein relativ großes haus nicht ganz eine villa aber auf jeden fall ein größeres anwesen er umkreist er das haus langsam und versuchte alle stellen mit seiner taschenlampe an zu leuchten um sich ein vollständiges bild von dem gebäude machen zu können die fenster waren tatsächlich noch intakt und spiegelten durch das vergilbte glas das licht der taschenlampe in einem ungesunden matten schein wieder überall hin moos und andere vegetation johannes dachte unabsichtlich an ein zitat von gerhard hauptmann dass er für unzählige jahren mal in der schule gehört hatte man darf das gras nicht wachsen hören sonst wird man taub als johannes sich die außenfassade lange genug angeguckt hatte ging er zur haustür auch sie war noch intakt und er hoffte dass sie nicht abgeschlossen war sonst müsste er sich mühsam durch eines der fenster zutritt verschaffen und das wollte er nicht dafür war das haus einfach zu unberührt und unversehrt bis auf die natur zu seinem glück ließ sich die tür ohne probleme öffnen er trat ein und schloss die tür hinter sich das erste was johannes auffiel war der geruch oft stank es an solchen ruinen nach unrat weil sich irgendwelche junkies oder besoffenen dorthin zurückgezogen hatten doch in diesem haus roch es eher nach einer modrigen höhle nach feuchter erde und ein wenig so wenig dass es johannes nicht einmal störte nach schwefel dann sah er sich um die möbel waren alle mit einer dicken schicht staub überzogen klar sei niemand hier ist um sauber zu machen sogar seine schritte auf dem holzboden hinter diesen fußspuren wie bei einem spaziergang im winter nach neuschnee er schritt durch den flur und öffnete eine tür die sich quietschend öffnete vor ihm erstreckte sich ein großer raum mit sesseln einem tisch und sogar gemälden an den wänden johannes hatte sich nie wirklich für geschichte interessiert doch da er regelmäßig in alten gebäuden unterwegs war hatte er sich irgendwann mal die grundlagen für möbeldesign angeeignet damit er etwa einschätzen konnte wie alt das gebäude war die möbel in diesem zimmer konnte er dem frühen zwanzigsten jahrhundert zu ordnen das dunkle holz war sehr verschnörkelt und mit trotz der dicken staubschicht darüber sehr weich wirken dem vlies überzogen er wollte gerade einen der sessel mit seiner hand abwägen und darauf platz nehmen um sein sandwich zu essen und eine pause zu machen als er über sich ein knarzen hörte er suchte die decke mit seiner taschenlampe ab doch konnte nichts ungewöhnliches erkennen nur ein kronleuchter hängen einsam von der decke einst war es bestimmt sehr prunkvoll hier gewesen doch durch die dunkelheit und die ewige staubschicht die sich in all den jahrzehnten angesammelt hatte wirkte alles in diesem gemäuer eingefallen und farblos wieder ein knarzen gefolgt von einem schnellen tippeln ein schauer lief über johannes rücken jemand oder etwas musste im stockwerk über ihm sein einen menschen schloss er aus sonst hätte er die fußspuren im staub entdeckt und an der außenfassade gab es nirgends die möglichkeit einfach so ins erste stockwerk zu klettern er verließ das wohnzimmer und ging weiter den flur entlang je weiter er ihn entlang schritt desto stärker wurde der geruch von schwefel außerdem vermischte sich dort eine art süßer duft kein angenehmer geruch und irgendwo hatte er ihn schon einmal wahrgenommen johannes vieles aber einfach nicht ein woher er diesen gestank kannte er betrat ein anderes zimmer offensichtlich der arbeitsraum ein klobiger schreibtisch stand in der mitte auf dem einige verlebte papiere lagen links und rechts waren bücherregale bis zur decke aufgetürmt die wohl geordnet und noch gut in schuss waren für einen antiquitäten sammler wäre das hier ein paradies dachte johannes ich dann hörte er ein weiteres rumpeln und zuckte zusammen im ersten stockwerk wohnte etwas eine ratte eine katze johannis überlegte eine zeit lang aber weglaufen sollte weg von dem haus mit dem komischen geruch und dem gespenstischen gepolter doch eine andere seite in ihm war neugierig und wollte wissen was da oben war wollte mehr adrenalin spüren wollte action wollte den kick und diesem gefühl gab die angst und der klaren verstand nach johannes verließ auch das büro zimmer wieder und suchte nach der treppe nach einigen räumen fand er sie das geländer war ebenfalls sehr verziert und aus dem dunklen holz geschnitzt die stufen hingegen waren grau durch den staub auch hier gab es nicht die geringsten anzeichen dass ein mensch oder überhaupt irgendein lebewesen irgendwann irland gegangen war als johannes auf die erste stufe trat spürte er wie sich das holz unter ihm diente und ein lautes klatschen zog durch das haus er hielt sich fast schon verkrampft an dem stabil wirkenden geländer fest und ging stufe für stufe nach oben der beißen süßliche gestank wurde stärker je weiter er nach oben ging und mit einem mal erinnerte johannes sich wieder daran es war vor gut zwei monaten gewesen als er wieder durch einen wald gegangen war und ein haus besichtigen wollte dort waren die wände mit graffiti entstellt worden und johannes hatte dosen und flaschen gefunden doch das war nicht das schlimmste das schlimmste war die halb verweste tote katze die sich offenbar in dem haus verlaufen hatte und elendig verhungert war fliegen und andere insekten hatten ihren körper befallen gehabt damals musste johannes ein würgen unterdrücken und war schnell wieder nach draußen gestürmt er rechnete mit einem ähnlichen bild im ersten stockwerk dann würde der rest der erkundung des hauses zwar ins wasser fallen aber ein haus zu durchsuchen wo eventuell die leiche einer katze rumliegt von johannes doch etwas unangenehm dass tippeln und das knarzen shope auf irgendwelche ratten die die leiche nach und nach auf rasen johannes stieg weiter nach oben mit pochendem herzen in der hoffnung dass es doch anders wäre als erwartet doch in wirklichkeit war es noch viel schlimmer als er im ersten stockwerk ankam und das zimmer betrat von dem er meinte dass dort der geruch am stärksten wäre sah johannes etwas das ihn für den rest seines lebens begleiten würde er schwenkte mit seiner taschenlampe über den boden auf der suche nach einer leiche und erstarrte als er eine fand allerdings legte er nicht auf eine zerfressene katze sondern auf den körper eines toten menschen seine haut war genauso grau und staub bedeckt wie alles in dem haus an seinem gesicht hängen einige hautfetzen hinunter und es schien als während die lippen abgefressen worden doch das zahnfleisch war noch intakt so dass die zähne die teilweise vergibt teilweise zu schwarzen stummen gewichen aus dem schädel ragten noch am und befestigt waren es machte den eindruck als wäre der mann jedenfalls war die statur und die kleidung eher die von einem mann fand johannes teilweise mumifiziert das shirt das die leiche noch trug war früher rot gewesen doch johannes konnte nur noch einen gleichen dunkelroten ton erkennen sowie einige gelbliche flecken vermutlich irgendwelche getrockneten leichen säfte das fleisch das man an einigen stellen erkennen konnte hatte weder einen rötlichen noch einen gelblich braune faulheit zu tun sondern war schlicht mit staub überdeckt johannes dachte an die toten von pompeji graue menschenfiguren aber trotzdem intakt bevor er sich umdrehte und sich in eine ecke des zimmers übergab dann betrachtete er die leiche genauer fragte sich wie lange sie wohl schon ihr lag wer der mann war aber vermisst wurde beim genaueren hinsehen so johannes eine alte kamera vermutlich eine polaroid in der hand des toten offenbar war er ebenfalls jemand der leer stehende alte häuser besuchte vielleicht wollte er von diesem gebäude ein paar fotos schießen vielleicht hatte er eine herzattacke bekommen hatte kein handy dabei gehabt und war hier nun elendig verendet vielleicht war es so passiert johannes überlegte sich ob er die polizei rufen sollte entschied sich aber dagegen er müsste der polizei sicherlich viel erklären warum hier war fast das alles soll aber etwas mit dem toten zu tun habe darauf hatte er keine lust und er fing sich an einzureden dass dieser mann sowieso nicht vermisst werden würde sonst hätte man ihn bestimmt schon gefunden außerdem lag überall eine dicke staubschicht drauf die leiche musste hier schon seit ewigkeiten liegen trotzdem wollte johannes das haus nicht weiter durchsuchen der schock saß tief in den knochen und das unwohlsein in der magengegend machte es ihm unmöglich irgendetwas von dem was er hier erlebte irgendwie angenehm finden zu können also verließ er das haus ließ die mysteriöse leiche hinter sich und nahm sich vor nie wieder ein einsames haus zu betreten nächtliche waldspaziergänge waren doch besser als dieser ekel eine leiche zu sehen und riechen zu müssen die rückfahrt dauerte länger als gedacht johannes fing immer wieder unkontrolliert zu zittern an erst als er aus dem wald draußen war wurde ihm bewusst was er eigentlich dort gesehen hatte wie grauenvoll das erlebnis war er hoffte dass er in der restlichen nacht genug schlaf finden könnte seinen corsa parkte er unter einer laterne dort parkt er immer weil das licht die chance verringerte dass ein einbrecher sich traute den wagen aufzubrechen dann schloss er die eingangstür auf und stieg die vier stockwerke nach oben in seine wohnung er stellte seinen rucksack ab ging ins bad und zog sich um er hatte kein hunger oder durst er wollte jetzt einfach nur schlafen und das geschehene verdrängen doch als er das schlafzimmer betrat und das licht anschaltete fiel ihm etwas merkwürdiges auf seiner bettdecke auf johannes ging näher heran und topaz auf es waren bilder vielleicht eine handvoll fotografien auf gutem papier hohe qualität verwundert so johannes sich das erste bild an es war unfassbar grill nur ein kleiner teil des bildes war nicht von dem extrem weiß überzogen er kniff die augen zusammen um besser sehen zu können und erstarrte auf dem bild war er abgebildet sein gesicht war zu einer angewiderten fratze verzehrt und in der hand hielt er eine taschenlampe die er offenbar auf das objektiv gerichtet hatte sein hals schnürte sich zu und er versuchte ungewollt zu schlucken als er das zweite bild anschaute es war einfach nur ein foto von seinem wohnblock doch es machte ihm unfassbare angst er spürte wie sich innerhalb von wenigen sekunden eine kalte schweiß schicht über seine haut zog doch das dritte bild ließ ihn endgültig den verstand verlieren es war ein bild von seinem opel corsa wie es einsam und verlassen unter einer laterne geparkt war doch das war nicht einmal das schlimmste nicht einmal das grauenvollste an dem bild das grauenvollste war der winkel des fotos es wurde von dem schlafzimmer aus von dem zimmer in dem er sich jetzt



Description:
More from this creator:
Staubbedeckt - German Creepypasta Horror Hörspiel auf deutsch ➤ TWITTER: https://twitter.com/HalversonYT

➤ TWITCH: https://www.twitch.tv/halverson

➤ INSTAGRAM: https://www.instagram.com/halversonyt/

➤ DISCORD: https://discord.gg/7zD5KR7

...................................................................................... ➤ AUTOR: Halverson ...................................................................................... ➤ SPRECHER: Halverson ...................................................................................... ➤ MUSIK: Kraosando https://www.youtube.com/user/Kraosando

...................................................................................... ➤ SOUNDEFFEKTE: FREESOUND: http://bit.ly/198zegF

...................................................................................... ➤ BILD: https://pixabay.com/de/

...................................................................................... Danke fürs Zuhören! Über Vorschläge und Kritik freue ich mich besonders.
Disclaimer:
TranscriptionTube is a participant in the Amazon Services LLC Associates Program, an affiliate advertising program designed to provide a means for sites to earn advertising fees by advertising and linking to amazon.com
Contact:
You may contact the administrative operations team of TranscriptionTube with any inquiries here: Contact
Policy:
You may read and review our privacy policy and terms of conditions here: Policy